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  :: Die Geschichte des Dessauer Motorbootrennens
Auf dieser Basis wurde dann im Jahre 1981 der 2. Lauf zur DDR-Meisterschaft verbunden mit einem internationalen Rennen (nur Fahrer aus dem sozialistischen Ausland) vorbereitet und durchgeführt. 84 Fahrer aus 5 Nationen waren am Start und boten den Zuschauern spannende Kämpfe. Bei diesem Rennen wurde auch zum ersten Mal der vom MC "Elbe Dessau gestiftete Wanderpokal für die Klasse OB bis 350 ccm ausgetragen. Der erste Gewinner war Sportsfreund Bernd Beckhusen, Berlin.

Mit der Vereinigung zum MC Elbe Dessau brachte der MC Roßlau sein an der Elbe gelegenes Bootshaus mit ein, weiches von seinen Mitgliedern in Eigenhilfe geschaffen worden war. Hier konnten nun auch die vom MC Dessau eingebrachten Materialien mit eingelagert werden.

Wegen der Veränderung der Eigentumsverhältnisse am Grund und Boden auf dem das Bootshaus steht, wurde der MC "Elbe" Dessau angewiesen, das Gelände zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beräumen. Damit ergab sich die Notwendigkeit, Ausschau nach einer neuen Unterbringungsmöglichkeit zu halten.

Nach langem Suchen nach einem in nächster Nähe der Rennstrecke gelegenen Objekt wurde dem MC Elbe Dessau durch Unterstützung des VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Dessau am 15. Juni 1982 durch den Rat der Stadt Dessau ein Teil der Bauruine auf dem Grundstück im Mühlweg 213 bestehend aus vier Räumen im Erdgeschoß und neun Räumen im Obergeschoß zugewiesen. Da diese Räume seit Ende 1945 unverschlossen waren, befanden sich diese in einem unheimlich verwahrlosten und baufälligen Zustand. Nicht viel anders sah das dazu gehörige Umfeld aus. Diese Räume in dem Ruinengrundstück sollten nach den Vorstellungen der damaligen Leitung so ausgebaut werden, dass die Räume im Erdgeschoß als Werkstatt und Lagerräume und die Räume im Obergeschoß als drei Büroräume, sowie als Küche und Versammlungsraum genutzt werden sollten.

Nach Erarbeitung eines vorläufigen Ablaufplanes wurden die Enttrümmerungs- und Aufräumarbeiten in Angriff genommen, wobei es notwendig war, die Sportsfreunde immer wieder aufs neue zu motivieren, da die Arbeiten alle in Eigenleistung zu erbringen waren.

Mit einem Teil dieser Leistungen konnten die drei Büroräume im Obergeschoß fertiggestellt und ihrer Bestimmung Ende 1988 übergeben werden. Die Küche und der Versammlungsraum waren bis auf geringfügige Arbeiten soweit gediehen, dass mit der Nutzung Ende des Jahres 1989 gerechnet werden konnte.

Durch die Einstellung der Finanzen durch den Vermieter gegen Ende des Jahres 1989 und durch die enorme Erhöhung der vereinbarten Miete, sowie durch die eingetretenen politischen Ereignisse war es dem Club nicht mehr möglich, dieses Objekt aus eigenen finanziellen Mitteln zu erhalten. Damit wurden auch die noch im August 1989 eingeleiteten Maßnahmen zum Bau eines Bootshauses auf diesem Gelände hinfällig.

Zwischenzeitlich ging aber das Renngeschehen ununterbrochen weiter. Und so führte dann der MC "Elbe" Dessau mit dem MC "Elbe" Dresden im Juni 1982 eine internationale 2-Städte-Regatta durch. In Dessau wurde im Rahmen dieses Rennens der zweite Wertungslauf und in Dresden der dritte Wertungslauf zur Einzelmeisterschaft des ADMV durchgeführt. Auf Grund der damaligen politischen Verhältnisse durften an diesen internationalen Veranstaltungen nur Fahrer aus den sozialistischen Ländern teilnehmen. Von insgesamt 84 Fahrern kamen nur 9 Fahrer aus der UdSSR, der CSSR und Ungarn.


Rennaction in den 80er Jahren am Dessauer Kornhaus

Das Rennen des Jahres 1983 war ursprünglich als Internationales im Rahmen eines Clubvergleiches mit Clubmannschaften aus der CSSR, Polen und der DDR vorgesehen. Die hierfür erforderliche zusätzliche Kurzausschreibung wurde auch von der Dessauer Rennleitung erarbeitet, vom Generalsekretär des ADMV genehmigt und von diesem dem polnischen und tschechoslowakischen Nationalverband zur Kenntnis gegeben. Entsprechend der Kurzausschreibung sollte der Vergleich in drei Bootsklassen, die von den jeweiligen Nationalverbänden selbst festgelegt werden konnten, zu drei Läufen durchgeführt werden. Diejenigen Fahrer, die für den Vergleich gewertet werden sollten, mußten der Dessauer Rennleitung schriftlich zwei Stunden vor dem Start zum ersten Lauf gemeldet werden. Auf Grund ungenügender terminlicher Abstimmung der Nationalverbände untereinander war es dem polnischen Verband wegen eigener Termine nicht möglich, Fahrer ihres Verbandes für diesen Clubvergleich zu meiden, so dass schließlich nur ein nationales Rennen mit Gästen aus der CSSR zustande kam..
 
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